Ärzte Zeitung online, 20.03.2009

Strafzettel nicht bezahlt: Ex-Richter wegen Meineids im Gefängnis

SYDNEY (dpa). Ein ehemaliger Richter am Obersten Gericht Australiens muss wegen Meineids für mindestens zwei Jahre ins Gefängnis. Der 69 Jahre alte Jurist hatte sich über Jahre geweigert, einen Strafzettel über 77 australische Dollar (39 Euro) wegen zu schnellen Fahrens zu bezahlen.

Er hatte den Behörden und Gerichten immer neue Geschichten darüber aufgetischt, wer 2006 hinterm Steuer seines Wagens gesessen hat. Mal war es eine längst verstorbene Frau, mal seine 94 Jahre alte Mutter. Auch seine Aussage, dass er selbst zum fraglichen Zeitpunkt gar nicht in Sydney gewesen sei, wurde anhand von Kreditkartendaten widerlegt. Am Freitag wurde der Ex- Richter nun zu drei Jahren Haft wegen "sorgfältig geplantem und vorsätzlichem Meineids" verurteilt. Nach frühestens zwei Jahren kann er aus der Haft entlassen werden.

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