Ärzte Zeitung online, 19.08.2009

Niederländische Lotto-Chefin benötigt Polizeischutz

AMSTERDAM (dpa). Beim Glücksspiel sind manche Niederländer schlechte Verlierer: Nach wiederholten anonymen Drohungen musste jetzt die Chefin der staatlichen Lotterie, Yvonne van Oort, unter Personenschutz gestellt werden. Die Polizei habe sich dazu entschlossen nachdem die Unzufriedenheit über angeblich zu geringe Gewinnausschüttungen der "Staatsloterij" immer mehr zunahm, berichtete die Zeitung "De Telegraaf" am Mittwoch.

Die Lotterie, bei der Gewinne auf einzelne Losnummern fallen, war kürzlich in die Kritik geraten, weil ein Jackpot von 27,5 Millionen Euro entgegen der vorherigen Werbekampagne nicht voll ausgezahlt wurde. Grund war, dass er auf ein Fünftel-Los fiel und nicht auf ein ganzes. So gab es für den Sieger nur 5,5 Millionen Euro.

Viele Lottospieler hatten jedoch erwartet, dass die Restsumme auf kleinere Losnummer-Gewinne verteilt werden würde. Sie werfen der Lottogesellschaft nun vor, nicht klargemacht zu haben, dass der Jackpot allein dann voll verwendet wird, wenn er auf ein ganzes Los fällt. Der Ärger bekam einen Schub, als Zeitungen das Gehalt der 56-jährigen Staatslotto-Chefin veröffentlichten: 420 000 Euro pro Jahr. Die Profite der Lotterie werden vom Staat für öffentliche Zwecke verwendet.

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