Ärzte Zeitung, 07.09.2009

Fundsache

Gerichtsakte "Stinkefingerchen"

Ein Polizist hat eine Fünfjährige angezeigt - weil sie ihm angeblich das "Stinkefingerchen" gezeigt hat. Wie die Münchener "TZ" berichtet, spielt die Posse im Chiemgau. Ein Mädchen spielt mit einem Nachbarjungen und bespuckt dabei das Auto von dessen Papa. Jener, ein Polizeihauptkommissar, findet das gar nicht lustig.

Angaben des Traunsteiner Anwalts Roland Netzer zufolge, der die Eltern des Kindes vertritt, soll sich der Polizist Zutritt zu deren Haus verschafft, das Mädchen angeschrien und ihm im Wiederholungsfall Prügel angedroht haben. Fünf Wochen nach dem Vorfall kommt es zu einer weiteren Begegnung.

Angeblich soll die Kleine dabei dem Beamten den Stinkefinger gezeigt haben. Jener erstattete Anzeige. Marias Eltern berichten gar, dass die Polizei bei ihnen gewesen sei, um ihr Kind zu vernehmen. Gegen dieses Verhalten wehren sie sich per Anwalt. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3196)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Stress in der Arbeit, Demenz als Rentner?

Wer sich im Berufsleben sehr gestresst fühlt, baut als Rentner schneller geistig ab. Liegt das tatsächlich an den Arbeitsbedingungen? Forscher sind dieser Frage jetzt nachgegangen. mehr »

Weg mit dem Heilpraktikerberuf!

Die Abschaffung des Heilpraktikerberufes steht im Fokus eines aktuell publizierten Memorandums. Aufgestellt hat die Forderung der neu gegründete "Münsteraner Kreis" um die Medizinethikerin Prof. Bettina Schöne-Seifert. mehr »

Klinikärzte mahnen Diabetes-Screening an

Patienten mit Diabetes müssen länger im Krankenhaus bleiben und haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Tübinger Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass ein Diabetes-Screening für über 50-Jährige sinnvoll ist. mehr »