Ärzte Zeitung online, 07.09.2009

Riesenratte in Vulkankrater entdeckt

LONDON (dpa). Forscher haben im Dschungel von Papua-Neuguinea eine neue Art von Riesenratte entdeckt. Das Tier kommt von der Nase bis zum Schwanz auf eine Länge von 82 Zentimetern und ließ sich von einem Kamerateam einer BBC-Expedition bereitwillig filmen.

Das Gewicht des Tieres gaben die Wissenschaftler mit etwa 1,5 Kilo an. "Das ist eine der größten Ratten der Welt", sagte Kristofer Helgen vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington, der die BBC-Expedition begleitet hatte.

Die Forscher gehen davon aus, dass das Nagetier - es gehört wahrscheinlich zu den Riesenbaumratten (Mallomys) - nur im Krater des erloschenen Vulkans Mount Bosavi lebt. Die Ratte hat ein silber-braunes, dickes und langes Fell. Es schützt nach Einschätzung der Forscher gegen Nässe und Kälte in dem Krater auf 1000 Meter Höhe.

Der Krater mit seinem Durchmesser von vier Kilometern und einer Höhe von einem Kilometer ist Heimat vieler einzigartiger Tierarten. Der Pazifik-Inselstaat ist bekannt für seinen Reichtum an Ratten- und Mäusearten. Größere Ratten werden oft von Jägern erlegt und gegessen.

Als größtes lebende Nagetier der Erde gilt das Capybara oder Wasserschwein in Südamerika: Es kann bis zu 1,30 Meter lang werden.

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