Ärzte Zeitung, 07.11.2010

Fundsache

Kokst mein Kind? Spürhund mieten!

In den USA können besorgte Eltern jetzt Drogenspürhunde mieten, die das Zimmer ihrer Kinder nach Rauschgift durchschnüffeln.

Das "Hunde finden Drogen"-Projekt wird seit kurzem in Catonsville im US-Bundesstaat Maryland angeboten. Die Spürhunde sind darauf trainiert, selbst kleinste Mengen von Marihuana, Heroin, Kokain oder Amphetaminen aufzufinden.

Obwohl die Schnüffel-Stunde umgerechnet 145 Euro kostet, erwartet Anne Wills, Gründerin des Projekts, dass ihr Geschäft schon bald boomt. "Als meine Kinder aufwuchsen", so Wills im Gespräch mit der "Baltimore Sun", "wollte ich regelmäßig wissen, was sie so trieben."

Der neue Service findet jedoch nicht nur Fürsprecher. "Diese Taktik zerstört das Vertrauen der Kinder", meint beispielsweise Elizabeth Robertson vom National Institute on Drug Abuse's chief of prevention research. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3198)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4661)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der Albtraum vom Nicht-Schlafen

Schlaflosigkeit lässt sich kaum nachweisen. Forscher zeigen: Schlaflose Nächte finden oft nur im Traum statt. Das macht sie nicht weniger belastend, ermöglicht aber neue Therapien. mehr »

Ärztenetze sollen Arztsitze erwerben können

Die Gesundheitsminister wollen Ärztenetze stärken. Keine Mehrheit auf ihrer Konferenz fand der Vorschlag, die Budgets in der vertragsärztlichen Versorgung abzuschaffen. mehr »

Das Kassenpolster wächst und wächst

Die Kassen der Krankenkassen füllen sich weiter: Im ersten Quartal 2018 steht ein Überschuss von über 400 Millionen Euro zu Buche. Zudem fällt das Jahresergebnis für 2017 viel besser aus als gedacht. mehr »