Ärzte Zeitung online, 21.02.2011

Australische Sanitäter verlangen mehr Krankenwagen für Dicke

SYDNEY (dpa). Australische Sanitäter schlagen Alarm: Sie brauchen mehr Krankenwagen für schwergewichtige Patienten. Im bevölkerungsreichsten Bundesstaat New South Wales um Sydney gibt es gerade mal fünf besonders für Patienten ab 180 Kilogramm Körpergewicht ausgestattete Wagen.

Sie haben eine breitere Trage als die normalen Krankenwagen und eine Hebevorrichtung. Die Zahl reiche bei weitem nicht, kritisiert der Sanitätsdienst des Bundesstaates. "Manche Patienten wiegen vielleicht nicht 180 Kilogramm, aber ihr Leibesumfang ist so groß, dass wir sie mit unserer normalen Ausstattung einfach nicht transportieren können", sagte ein Sanitäter der Zeitung "Daily Telegraph" (Montagsausgabe).

Nach der Statistik leben in Australien heute zwei Millionen mehr Übergewichtige und Fettleibige als noch 1995. 54 Prozent der Erwachsenen - 7,4 Millionen Menschen - fallen heute in diese Kategorie.

In Deutschland tragen nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamt 60 Prozent der erwachsenen Männer und gut 40 Prozent der Frauen zu viele Kilos mit sich herum. Rund 15 Prozent der Erwachsenen sind fettleibig.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Von der Party in die Notaufnahme

Nach reichlichem Genuss von Energy-Drinks entwickelt ein junger Patient einen Infarkt. Die Diagnostik zeigt einen überraschenden Befund - und wirft zusätzlich Fragen auf. mehr »

Webbasierter Arzneiplan bindet Pflege ein

Der schnelle Austausch zwischen Ärzten, Pflegern und Apotheken kann die Qualität der Arzneitherapie um 25 Prozent verbessern. Das zeigt das Projekt InTherAKT aus Münster. mehr »

Kleine Blutungen sind kein Grund, die Antikoagulation abzusetzen

Unter oraler Antikoagulation haben Patienten häufig Nasenbluten und andere kleinere Blutungen. Bedenklich sind solche lästigen Zwischenfälle aber nicht, bestätigt eine Registerstudie. mehr »