Ärzte Zeitung, 14.07.2011

Fundsache

Liebesromane schlecht für Frauen

"Er nahm sie in seine männlichen Arme und beugte sich mit seinen Lippen zu den ihrigen" - solche und ähnliche Sätze können für Frauen nach Ansicht der britischen TV-Psychologin und Autorin Susan Quilliam psychische Folgen haben.

 Liebesromane vermittelten Frauen oft ein unrealistisches und idealisiertes Bild von Beziehungen, sagt Quilliam. Sie sei der Überzeugung, dass viele Probleme, die in Therapieräumen auftauchen, von romantischer Fiktion beeinflusst seien.

Im Liebesromangenre herrsche ein Hang zur Realitätsflucht, zum Perfektionismus und zur Idealisierung - gebrochene Herzen seien vorprogrammiert.

Auch die Darstellung von Sex sei ein Problem: In wenigen Schnulzen wird das Benutzen von Kondomen beschrieben - und meist nur mit dem Hinweis darauf, dass die Heldin auf ein Kondom verzichte, um ihrem Angebeteten "näher" zu sein. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3196)
Krankheiten
Kontrazeption (1010)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Drastisch veränderte Mundflora bei Krebs

Beim Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle ist die Zusammensetzung des oralen Keimwelt im Vergleich zu Gesunden drastisch verschoben. mehr »

Milliarden Bakterien im Einsatz. So wird Insulin für Diabetiker produziert

Hinter den Toren des Industrieparks Höchst bieten sich faszinierende Einblicke in die Welt der Hochleistungs-Biotechnologie: Milliarden von E.coli-Bakterien produzieren hier das für Diabetiker überlebenswichtige Insulin. mehr »

Angst vor Epidemien in Lagern

Nach ihrer dramatischen Flucht aus Myanmar suchen über eine halbe Million Rohingya Schutz in Bangladesch. Die Lage in den eilig aufgeschlagenen Lagern ist desolat. mehr »