Ärzte Zeitung, 25.04.2012

Fundsache

AOK haftet nicht für schwarzes Schaf

Schwarze Schafe dürften das Gesundheitswesen viel Geld kosten. Für die AOK Bayern ging es in einem solchen Fall kürzlich um immerhin 13.000 Euro.

Im Allgäu war ein schwarzes Schaf aus seiner Weide ausgebüxt. Es rempelte einen Passanten so heftig an, dass dieser stürzte. 13.000 Euro hat die AOK bereits für die Behandlung ausgegeben.

Doch wer war der Täter? Zwischen ihren hellen Artgenossen grasten nach dem Unglück wieder drei schwarze Schafe auf der Weide - und die gehörten zwei verschiedenen Haltern.

Doch im Kampf gegen durch schwarze Schafe verursachte Kosten bekamen die Krankenkassen nun richterliche Unterstützung.

Die Halter sind dran und müssen haften, urteilte das Oberlandesgericht München (Az.: 14U2687/11), auch wenn sich nicht mehr ausmachen lässt, welches schwarze Schaf sich wie ein solches benommen hat. (mwo)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3204)
Organisationen
AOK (7667)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Schmerzloses Impfen per Pflaster

Forscher arbeiten an Impfpflastern, mit denen sich Vakzinen schmerzfrei applizieren lassen, ganz ohne Nadel. Die Pflaster haben viele Vorteile und könnten für höhere Impfraten sorgen. mehr »

Hier tummeln sich die meisten Hausärzte

Die Arztdichte in einer Region ist relevant für die Entscheidung, wo Allgemeinmediziner sich niederlassen – gerade für junge Ärzte. Unsere Karte des Monats zeigt, wo die Konkurrenz zwischen Hausärzten am größten ist. mehr »

Welche Ärzte die schwierigsten Fälle haben

Welche ärztliche Fachgruppe hat die Patienten mit den komplexesten Fällen zu behandeln? Kanadische Forscher haben dies anhand von speziellen Markern untersucht – und eine Rangliste erstellt. mehr »