Ärzte Zeitung, 07.06.2012

Fundsache

Kein Zuschlag für stillende Mütter

Ob Brust oder Fläschchen - ein hungriges Baby kostet. Kinder in Hartz-IV-Familien erhalten daher Sozialgeld. Und das muss auch für die stillende Mutter reichen, wie jetzt das Sozialgericht Wiesbaden entschied.

Um gut 500 Kilokalorien erhöhe sich ihr Energiebedarf, hatten zwei Mütter vorgerechnet. Hierfür müssten sie zusätzliches Essen kaufen. Auch während der Schwangerschaft hätten sie ja einen "Mehrbedarf" bewilligt bekommen, obwohl der zusätzliche Energieverbrauch hier nur halb so hoch sei.

Doch der Energieverbrauch der Menschen ist ohnehin sehr verschieden und der Mehrbedarf für Schwangere vorrangig für die Kleidung gedacht, konterte das Sozialgericht (Az.: S 16 AS 230/11).

Für stillende Mütter gebe das Gesetz nichts her. Denn die Ausgaben für zusätzliche Lebensmittel für die Mutter spare diese beim an der Brust trinkenden Kind wieder ein. (mwo)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »

Oft wird gechattet mit dem Arzt

Das bundesweit beachtete Telemedizin-Modellprojekt DocDirekt in Baden-Württemberg kommt gut an, berichtet die KV. Besonders Männer nutzten das Angebot zur Fernbehandlung bisher. mehr »