Ärzte Zeitung online, 07.03.2018

Ermittlung

Hilfspfleger in Bayern unter Mordverdacht

MÜNCHEN. Zu einem unter Mordverdacht stehenden Hilfspfleger hat die Münchner Polizei bislang 18 Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Nun prüfe die Mordkommission, ob die Hinweise die Ermittlungen weiterbringen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Der 36 Jahre alte Pfleger steht im Verdacht, einen 87-jährigen Pflegebedürftigen aus Ottobrunn im Landkreis München mit Insulin getötet zu haben. In vier weiteren Fällen wird geprüft, ob dem Hilfspfleger versuchter Mord vorgeworfen werden kann. Der Mann aus Polen war in ganz Deutschland im Einsatz.

Mit einer bundesweiten Fahndung wollen die Ermittler herausfinden, wo genau er noch beschäftigt war. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Auch die Essener Polizei hat Ermittlungen dazu aufgenommen. "Es liegt ein Ermittlungsersuchen aus München vor", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Der Pfleger könnte auch für einen Todesfall in Mülheim an der Ruhr verantwortlich sein. Im vergangenen Sommer kam in Mülheim ein alter Mann, den er betreut hatte, ins Krankenhaus. Der Mann starb zwei Monate später. Jetzt sollen die genauen Umstände geklärt werden.

Am Dienstag wussten die Behörden insgesamt von 20 Orten in Deutschland, aber nicht überall habe es Auffälligkeiten gegeben. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »