Ärzte Zeitung, 16.10.2009

Dokumentation eines Suizids

Das Buch beginnt mit dem Ende. Ulrich Tanner, unheilbar krank, scheidet freiwillig aus dem Leben. "15 Gramm Natrium-Pentobarbital, aufgelöst in 60 Milliliter Wasser. Tanner trinkt das Glas in einem schnellen Zug." Mit seiner Dokumentation "Tanner geht" gibt der Journalist Wolfgang Prosinger dem Leser ein Buch in die Hand, das unter die Haut geht. Es ist eine nüchterne und gleichzeitig zutiefst bewegende Auseinandersetzung mit dem Tabuthema Sterbehilfe. Eine Dokumentation eines Einzelschicksals, das der oftmals abstrakt geführten Diskussion ein Gesicht gibt. (Smi)

Wolfgang Prosinger: Tanner geht. S. Fischer. Frankfurt 2008. 16,90 Euro. ISBN 978-3-10-059030-5

Topics
Schlagworte
Buchtipp (271)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Viele Gesundheitspolitiker verteidigen ihr Mandat

Die Großwetterlage hat sich verändert. Doch viele Fachpolitiker schaffen den Wiedereinzug ins Parlament. mehr »

Das Trauma nach der Loveparade

Das tödliche Gedränge bei der Loveparade im Sommer 2010 in Duisburg: Im ARD-Film "Das Leben danach" geht es um die Auswirkungen auf die traumatisierten Überlebenden. mehr »