Ärzte Zeitung, 16.10.2009

Dokumentation eines Suizids

Das Buch beginnt mit dem Ende. Ulrich Tanner, unheilbar krank, scheidet freiwillig aus dem Leben. "15 Gramm Natrium-Pentobarbital, aufgelöst in 60 Milliliter Wasser. Tanner trinkt das Glas in einem schnellen Zug." Mit seiner Dokumentation "Tanner geht" gibt der Journalist Wolfgang Prosinger dem Leser ein Buch in die Hand, das unter die Haut geht. Es ist eine nüchterne und gleichzeitig zutiefst bewegende Auseinandersetzung mit dem Tabuthema Sterbehilfe. Eine Dokumentation eines Einzelschicksals, das der oftmals abstrakt geführten Diskussion ein Gesicht gibt. (Smi)

Wolfgang Prosinger: Tanner geht. S. Fischer. Frankfurt 2008. 16,90 Euro. ISBN 978-3-10-059030-5

Topics
Schlagworte
Buchtipp (283)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ärzte gehen auf Gegenkurs zu Schokoriegel und Cola

Pädiater sind alarmiert: Adipositas bei Kindern wird zunehmend zu einem sozialen Problem. Jetzt setzen sie ihre eigene Agenda und gehen auf Distanz zur Ernährungsindustrie. mehr »

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt ältere Menschen nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Dieses überraschende Ergebnis offenbart die ASPREE-Studie. mehr »

Doktor THC und Mister Cannabidiol

Cannabis steht im Verdacht, Psychosen durch den Wirkstoff THC auszulösen. Die Pflanze enthält aber auch antipsychotische Substanzen, die die Hirnfunktion in kritischen Bereichen normalisiert. mehr »