Ärzte Zeitung, 07.07.2005

Auch Frauen profitieren nicht von Vitamin E

CHICAGO (dpa). Eine weitere Studie stellt den Nutzen von Vitamin E zur Vorbeugung von Herz- und Kreislaufkrankheiten sowie von Krebs in Frage.

US-Forscher der Harvard-Universität in Boston im Staat Massachusetts bei einer zehnjährigen Untersuchung von 40 000 Krankenschwestern zu der Überzeugung, daß das Vitamin Frauen weder gesünder macht noch vor einem Infarkt, Schlaganfall oder einem Krebsleiden schützt.

Dies geht aus den Ergebnissen der Women's Health Study, einer fortlaufenden Untersuchung von Krankenschwestern in den USA, hervor (JAMA 294, 2005, 55). Zu einem ähnlichen Ergebnis kam vor kurzem die Physicians' Health Study mit US-amerikanischen Ärzten.

Dagegen hatten vorläufige Untersuchungsergebnisse der 1980er und 1990er Jahre Experten und Öffentlichkeit zu der Annahme verführt, daß Vitamin E das Risiko für die häufigsten Todesursachen - Herztod und Krebs - vermindert. 1997 empfahlen mehr als 40 Prozent aller US-Kardiologen ihren Patienten, das Vitamin prophylaktisch einzunehmen.

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