Ärzte Zeitung online, 25.07.2008

Gesunde Ernährung schont das Klima

ITHACA (dpa). Wer weniger isst, vor allem weniger Fastfood, schont nach Daten einer aktuellen Studie das Klima. So verzehren etwa US-Amerikaner im Durchschnitt 3747 Kilokalorien pro Tag. Das seien 1200 bis 1500 Kilokalorien mehr als empfohlen, berichten Forscher um Dr. David Pimentel von der Cornell-Universität aus Ithaca.

Weniger Fast Food, gesündere Nahrungsmittel und umweltfreundlichere Produktionsmethoden könnten den fossilen Energieverbrauch der Nahrungsmittelkette um bis zu 50 Prozent senken, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Human Ecology" des Heidelberger Springer-Verlags. Diese Einsparung entspräche knapp 10 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der USA.

Amerikaner lieben vor allem Fast Food und Fertigprodukte, für deren Herstellung mehr Energie verbraucht wird als für die Herstellung von Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Reis, Obst oder Gemüse. Dazu könnte sich die Anwendung traditioneller Verfahren in der Landwirtschaft positiv auf die Bilanz auswirken, wenn die Bauern etwa mehr natürliche Düngemittel und weniger Pestizide einsetzten.

Auch bei Verpackung und Vertrieb sind Einsparungen möglich. So werden Nahrungsmittel dem Bericht zufolge vor dem Verzehr im Durchschnitt 2400 Kilometer transportiert.

Die Konsumenten haben nach Ansicht der Autoren somit die "stärkste Position, um den Energieverbrauch zu reduzieren": Sie sollten gesünder leben, einheimische Erzeugnisse kaufen sowie aufwändig verpackte und minderwertige Produkte meiden.

Fachartikelnummer: DOI 10.1007/s10745-008-9184-3

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