Ärzte Zeitung online, 10.09.2009

Verbraucher ziehen seltener Essen aus Automaten

KÖLN (dpa). Die Verbraucher haben in den vergangenen Monaten weniger Getränke und Nahrungsmittel aus Automaten gezogen als im Vorjahr. Regional unterschiedlich lägen die Umsatzrückgänge zwischen 3 und 12 Prozent, berichtete der Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft (BDV) am Donnerstag in Köln.

80 Prozent aller Getränke- und Verpflegungsautomaten stünden in Betrieben. "Somit sind wir von der Auftragslage unserer Kunden abhängig", erläuterte Vorstandssprecher Michael Maurer.

Wenn in Unternehmen Kurzarbeit herrscht, hätten die Mitarbeiter auch weniger Gelegenheit, an den dortigen Automaten zu kaufen. Andererseits eröffne die Krise der Automatenindustrie auch neue Chancen: In vielen Unternehmen würden Betriebsrestaurants geschlossen oder die Öffnungszeiten verkürzt. Dort biete sich dann auf einmal die Möglichkeit, Verpflegungsautomaten aufzustellen, sagte Maurer.

Im vergangenen Jahr wurde an rund 538 000 Getränke- und Verpflegungsautomaten in Deutschland ein Umsatz von 2,7 Milliarden Euro erzielt. Dabei sei besonders der Boom von Heißgetränkeautomaten, die Kaffeespezialitäten zubereiten können, ungebrochen.

Die Verkaufsautomaten-Branche trifft sich seit Donnerstag auf der Fachmesse Eu'Vend in Köln. Bis zum Samstag stellen dort rund 200 Unternehmen aus 18 Ländern Neuheiten vor. Dazu gehören etwa ein Menü-Automat, bei dem man aus mehreren kompletten Mahlzeiten auswählen kann, und Automaten für Pizza oder gefüllte Tortillas.

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