Ärzte Zeitung online, 10.09.2009

Gentechnisch veränderter Leinsamen entdeckt

STUTTGART (dpa). Lebensmittelprüfer haben in Baden-Württemberg eine größere Menge gentechnisch veränderten Leinsamens entdeckt. Bei Proben des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Freiburg waren 16 von 41 Proben des aus dem Ausland stammenden Leinsamens gentechnisch manipuliert, teilte das Agrarministerium in Stuttgart am Donnerstag mit.

In der Europäischen Union (EU) gibt es keine Zulassungen für solchen Leinsamen. Er darf deshalb nach Angaben des Ministeriums nicht verkauft oder verarbeitet werden. Das Ministerium vermutet, dass es sich um ein bundesweites Problem handelt.

Nach den Worten von Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (CDU) ist der nun entdeckte, gentechnisch manipulierte Leinsamen wahrscheinlich in viele Länder der Europäischen Union (EU) verkauft worden. Die Körner stammten zum Großteil aus Kanada. "Wir gehen davon aus, dass es sich nicht nur auf Deutschland beschränkt, sondern ganz Europa betroffen ist", sagte Hauk am Donnerstag in Stuttgart.

Er habe deshalb bereits am Mittwochabend den Bund und die EU informiert. Kanada sei der weltweit größte Exporteur von konventionell angebautem Leinsamen. Es handele sich um einen "beträchtlichen Fall von Verbrauchertäuschung", sagte der Minister.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Malaria-Gefahr wächst

Weltweit steigen Erkrankungszahlen an Malaria seit zwei Jahren wieder. Es trifft nicht nur Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch Reisende aus Deutschland. mehr »

Kein Frühstück = höheres Diabetes-Risiko

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko für Diabetes. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Gutachter schlagen neuen Pflege-TÜV vor

Weg mit den umstrittenen Pflegenoten, ist das Ziel eines neuen Pflege-TÜVs. Im Mittelpunkt soll nicht mehr die Dokumentation stehen, sondern die Ergebnisqualität stehen. mehr »