Ärzte Zeitung online, 05.11.2009

Aigner will EU-weiten Schutz vor Käse-Imitaten

BERLIN (dpa). Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will auf EU-Ebene möglichst rasch eine klare Kennzeichnung von falschem Käse und Schinken durchsetzen. "Die Bundesregierung wird zügig einen Vorschlag in die laufenden Brüsseler Beratungen zu dem Vorschlag für eine Verbraucher-Informationsverordnung einbringen", sagte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch in Berlin.

Das Ziel sei eine klare Kennzeichnung von Käse- und Schinkenimitaten. Die Bundesregierung werde sich nachdrücklich für eine EU-weite Regelung einsetzen. Damit wies das Verbraucherministerium scharfe Kritik von Foodwatch zurück.

Die Verbraucherorganisation wirft der schwarz-gelben Koalition vor, dass ihre Pläne für das Vorgehen gegen Verbrauchertäuschung bei Lebensmitteln eine Mogelpackung seien, weil sie nur EU-weit durchgesetzt werden könnten. Die Grünen-Bundestagsfraktion sprach von Scheinaktivitäten der Regierung.

In den vergangenen Monaten waren zunehmend falscher Käse und Schinken aufgetaucht, zum Beispiel auf Pizza. Käseimitat besteht aus Wasser, Pflanzenfett, Milcheiweiß, Stärke, Aromen und Farbstoffen, falscher Schinken aus Stärke-Gel und kleinen Fleischstücken.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »