Ärzte Zeitung online, 26.11.2009

Haischützer: Zu viel Quecksilber in Schillerlocken

OFFENBACH (dpa). Schillerlocken enthalten nach einem Bericht der Haischutz-Organisation Sharkproject oft unzulässig viel giftiges Quecksilber. In 22 von 70 Proben aus deutschen und österreichischen Geschäften sei der Grenzwert von 1 Milligramm Quecksilber pro Kilogramm Fisch überschritten worden, teilte das Sharkproject am Mittwoch in Offenbach mit. Dies habe die Wiener Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit festgestellt.

Schillerlocken werden aus den Bauchlappen von Dornhaien hergestellt. Quecksilber finde sich in den Raubfischen vor allem als Methylquecksilber. Dieser Stoff gehöre nach Einschätzung des Toxikologen Hermann Kruse von der Universität Kiel zu den giftigsten Stoffen, die das Nervensystem schädigen.

Das Sharkproject setzt sich gegen die Zerstörung der Meere und die Ausrottung der Haie ein.

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