Ärzte Zeitung online, 30.11.2009

Weniger Acrylamid in Lebkuchen und Spekulatius

BERLIN (dpa). Naschkatzen im Advent können sich freuen: Die Acrylamid-Belastung von Lebkuchen und Spekulatius ist nach Angaben der Verbraucherorganisation Foodwatch weiter gesunken. Die meisten der insgesamt 17 getesteten Produkte wiesen unbedenkliche Werte unter 100 Mikrogramm pro Kilogramm auf, berichtete Foodwatch am Montag in Berlin.

In zwei untersuchten Lebkuchen fanden sich jedoch mehr als 400 Mikrogramm, das ist ein fast 30 Mal höherer Wert als beim Testsieger.

Acrylamid entsteht beim Rösten stärkehaltiger Produkte und kann laut Foodwatch in hoher Dosierung bei Tieren Krebs auslösen und das Erbgut schädigen. Wie sich die chemische Verbindung beim Menschen auswirkt, ist noch nicht ausreichend geklärt.

Deshalb gibt es für die Substanz auch keinen festen Grenzwert, sondern einen behördlichen "Signalwert". Für Spekulatius beträgt er derzeit 416 Mikrogramm pro Kilogramm, für Lebkuchen 1000 Mikrogramm. Foodwatch untersucht seit 2002 regelmäßig Lebkuchen und Spekulatius auf Acrylamid.

Topics
Schlagworte
Ernährung (3588)
Krankheiten
Krebs (5559)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Macht Sport so glücklich wie Geld?

Wer moderat Sport treibt, ist seltener unglücklich und kann damit offenbar Gehaltseinbußen von rund 22.000 Euro jährlich emotional kompensieren, so eine US-Analyse. mehr »

Experimentelle Arznei lindert Juckreiz

Forschende der Universität Zürich haben einen neuen Ansatz entdeckt, mit dem sich Juckreiz unterdrücken lässt. In einer Studie linderten sie damit nicht nur akute, sondern auch chronische Beschwerden. mehr »

Politiker fordern nach Valsartan-Skandal mehr Kontrollen

Seit Wochen erhitzt der Valsartan-Skandal die Gemüter. Patienten fühlen sich schlecht informiert. Wie sehen Gesundheitspolitiker das Dilemma? Die "Ärzte Zeitung" hat nachgefragt. mehr »