Ärzte Zeitung online, 04.12.2009

Rotweine aus Argentinien mit verbotenem Antibiotikum

KOBLENZ (dpa). In immer mehr Rotweinen aus Argentinien ist die verbotene Substanz Natamycin entdeckt worden. Wie das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz am Donnerstag mitteilte, wurde das Antibiotikum in sechs weiteren Weinen nachgewiesen.

Damit erhöhte sich die Zahl der seit Anfang November beanstandeten Proben auf elf - 75 Weine aus dem südamerikanischen Land waren analysiert werden. Eine Gesundheitsgefahr gehe von Natamycin zwar nicht aus, in Europa sei es jedoch verboten, Weine mit diesem Stoff zu behandeln beziehungsweise solche Weine einzuführen.

Von den aktuell beanstandeten Weinen wurden drei aus dem Handel zurückgerufen, drei waren noch nicht in die Verkaufsregale gelangt. Insgesamt waren 294 Weine untersucht worden. Die 43 überprüften Weine aus der EU sowie 67 aus Deutschland waren frei von Natamycin. Nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung sollten Antibiotika ausschließlich in der Medizin eingesetzt werden, damit sie nicht an Wirkung verlieren.

Bei den ersten Proben war ein Natamycin-Gehalt von 0,06 Milligramm pro Liter ermittelt worden. Die Substanz wirkt gegen Pilze und Hefen. Sie ist unter der Bezeichnung E 235 als Konservierungsstoff auf der Oberfläche bestimmter Käsesorten und auf getrockneten und gepökelten Würsten zugelassen.

Topics
Schlagworte
Ernährung (3475)
Panorama (31183)
Krankheiten
Mykosen (443)
Wirkstoffe
Natamycin (5)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fünf wichtige Fakten zur Herzgesundheit der Deutschen

Heute wurde in Berlin der Herzbericht 2017 vorgestellt. Es zeigt sich, dass Herzerkrankungen jeglicher Art weiter zunehmen. mehr »

Trumps Leibarzt attestiert dem US-Präsidenten beste Gesundheit

US-Präsident Donald Trump attestierte sich kürzlich selbst kerngesund und ein "stabiles Genie" zu sein. Sein Leibarzt bestätigte ihm jetzt einen überragenden Gesundheitszustand – mit einer Einschränkung. mehr »

Der Belegarzt – KBV und Onkologen präsentieren neuen Teamplayer

Mit einer Neudefinition des Belegarztes wollen KBV und Onkologen die sektorübergreifende Krebsversorgung realisieren. mehr »