Ärzte Zeitung online, 29.12.2009

2010 keine Eier mehr aus Legebatterien

BERLIN (dpa). Zum 1. Januar wird in Deutschland endgültig das Halten von Hennen und damit die Produktion von Eiern in Legebatterien verboten. Bisher gab es noch Ausnahmen. Der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Gert Lindemann, sprach am Dienstag in Berlin von einem "großen Fortschritt für den Tierschutz in der Legehennenhaltung".

Die letzten Ausnahmegenehmigungen liefen in Deutschland zum Jahresende 2009 aus. "Mit dem endgültigen Aus der herkömmlichen Batterie-Käfighaltung vollzieht Deutschland den Ausstieg bereits zwei Jahre früher als nach EU-Recht erforderlich", sagte Lindemann.

Aus deutscher Produktion stehen damit dem Verbraucher den Angaben zufolge Eier aus ökologischer Erzeugung, aus der Freilandhaltung, der Bodenhaltung und der Kleingruppenhaltung zur Verfügung. Entsprechend den Vorgaben des Handels werde seitens der Erzeuger ganz überwiegend in die Bodenhaltung investiert. Auskunft über Haltungsform und Herkunft gebe die Eierkennzeichnung. Da in anderen EU-Mitgliedstaaten bis Ende 2011 die Haltung von Legehennen noch in herkömmlichen Batterie-Käfigen zulässig sei, gewinne die Angabe des Herkunftslandes eine gesteigerte Bedeutung. "DE" auf dem Ei stehe für Innovation in der Legehennenhaltung und kurze Wege zum Verbraucher, argumentierte Lindemann.

"Das Ei ist ein gesundes und preiswertes Lebensmittel." Laut Landwirtschaftsministerium dürfte 2009 der Verbrauch pro Kopf bei 214 Eiern liegen. Davon werde gut die Hälfte von privaten Haushalten direkt als frische Eier gekauft. Die andere Hälfte gehe entweder in Großküchen oder in die Gastronomie oder werde in verarbeiteter Form, etwa in Nudeln oder Gebäck, konsumiert.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »