Ärzte Zeitung, 04.12.2015

Verpackung

Was draufsteht, muss auch drin sein

KARLSRUHE. Der Bundesgerichtshof hat sich einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom Juni dieses Jahres angeschlossen und eine Wort-Bild-Kombination auf einer Tee-Verpackung eines Anbieters als irreführend untersagt.

Auf der Tee-Verpackung waren Himbeeren und Vanilleblüten abgebildet sowie "mit natürlichen Aromen" und "nur natürliche Zutaten" aufgedruckt. Erst der Zutatenliste war zu entnehmen, dass der Tee weder Himbeeren noch Vanille enthielt.

Der BGH urteilte, dass das Packungsdesign "maßgeblich beim Einkauf" sei "und nicht das Kleingedruckte". Könne der Inhalt nicht einlösen, was die Verpackung verspricht, sei das auf der Vorderseite der Verpackung kenntlich zu machen. (cw)

Az.: I ZR 45/13

Topics
Schlagworte
Ernährung (3571)
Recht (12656)
Organisationen
BGH (985)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[04.12.2015, 11:29:28]
Siegfried Hauswirth 
Das ist der Unterschied zwischen Nahrungs- und Heilmitteln !
Für Heilmittel gelten andere Vorschriften.
Gleiches müsste aber auch z.B. für hömöopathische Produkte gelten:
Inhalt: nichts
Wirkung: keine  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »

Oft wird gechattet mit dem Arzt

Das bundesweit beachtete Telemedizin-Modellprojekt DocDirekt in Baden-Württemberg kommt gut an, berichtet die KV. Besonders Männer nutzten das Angebot zur Fernbehandlung bisher. mehr »