Ärzte Zeitung, 13.05.2005

Palliativ-Medizinerin erhält Auszeichnung

Preis für einen palliativmedizinischen Konsiliardienst / Modell für andere Kliniken

AACHEN (eb). Für die Einrichtung eines palliativmedizinischen Konsiliardienstes am Universitätsklinikum Graz hat Dr. Imke Strohscheer den Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) erhalten. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert und vom Unternehmen Mundipharma gestiftet.

Prof. Eberhard Klaschik (l.) mit Preisträgerin Dr. Imke Strohscheer sowie Burkhard Blettermann von Mundipharma. Foto: Mundipharma

Die Implementierung der palliativmedizinischen Einrichtung am Universitätsklinikum Graz begann im Januar 2001 mit einer Palliativstation von vier Betten. Heute besteht sie aus zwölf Betten, einem mobilen Team für die ambulante Beratung und dem interdisziplinären Palliativ-Konsiliarteam, das allen Abteilungen des Klinikums zur Verfügung steht.

Zum Konsiliardienst gehören eine Arztstelle, 1,5 Pflegestellen und 0,5 Sozialarbeiterstellen. Das Team berät die Primärbetreuer für eine optimale Symptomkontrolle, Schmerztherapie und psychosoziale Versorgung. Pflegende unterstützt es bei Problemen wie Wundversorgung, Lagerung oder Mundpflege.

Auch Familienangehörigen hilft der Konsiliardienst bei der Betreuung ihrer Angehörigen. Die Arbeit zum Konsiliardienst sei prämiert worden, weil der Dienst als Modell für andere Kliniken dienen solle, sagt Professor Eberhard Klaschik, der DGP-Präsident.

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