Ärzte Zeitung online, 31.07.2019

Stadt- und Landkreise

So unterschiedlich altert Deutschland

Die Bevölkerung in Deutschland wird älter. Wie hoch das Durchschnittsalter der Einwohner in den einzelnen Stadt- und Landkreisen ist, zeigen wir in einer Karte.

Von Thorsten Schaff

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Der Mix aus alten und jungen Menschen in der Gesellschaft fällt in Deutschlands Regionen unterschiedlich aus.

© Yeko Photo Studio / stock.adobe.com

BERLIN. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass das Volk in Deutschland immer älter wird. Das Durchschnittsalter der Bundesbürger betrug am 31. Dezember 2017 44,4 Jahre – 2011 hatte es noch bei 43,9 Jahren gelegen. Das geht aus Zahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervor.

Doch Deutschland altert unterschiedlich. Hamburg wies Ende 2017 mit 42,1 Jahren im Vergleich der Bundesländer das niedrigste Durchschnittsalter der Einwohner auf – vor Berlin mit 42,6 Jahren. Das verwundert kaum, da in Ballungsräumen viele jüngere Menschen zu finden sind.

Das bedeutet aber nicht, dass ländliche Räume per se überaltern. Baden-Württemberg (43,4 Jahre) und Bayern (43,7 Jahre) liegen ebenfalls unter dem Bundesdurchschnitt (siehe nachfolgende Tabelle).

Am anderen Ende der Skala befinden sich vor allem ostdeutsche Gebiete. Strukturschwache Regionen, aus denen viele junge Bürger abgewandert sind. Die in Sachsen-Anhalt lebenden Menschen kommen auf ein Durchschnittsalter von 47,6 Jahren, Thüringer auf 47,1 und Brandenburger auf 47,0.

In Suhl sind die Menschen am ältesten

Wagt man einen tiefen Blick auf die deutschen Stadt- und Landkreise (siehe nachfolgende Landkarte), so zeigt sich, dass das höchste Durchschnittsalter für Suhl ausgewiesen wird. Im Schnitt stehen für die Bewohner dieser thüringischen Stadt 50,5 Jahre zu Buche.

Es folgt im selben Bundesland der Landkreis Altenburger Land (50,0 Jahre), und danach die Stadt Dessau-Roßlau (49,9) in Sachsen-Anhalt.

Am jüngsten sind im Schnitt die Einwohner zweier Universitätsstädten in Baden-Württemberg: Heidelberg (40,2) und Freiburg im Breisgau (40,4). Dann kommt schon der Landkreis Vechta in Niedersachsen, dessen Bewohner ein Durchschnittsalter von 40,6 Jahren aufweisen.

Frauen sind im Schnitt einen Tick älter als Männer

Blickt man auf die Geschlechter, so zeigen sich ebenfalls große Unterschiede, was das Durchschnittsalter angeht. Männliche Einwohner in Aachen (NRW) haben das niedrigste (39,1 Jahre), gefolgt von Darmstadt (Hessen) und Heidelberg (je 39,2).

Die ältesten finden sich in Suhl (48,4), im Altenburger Land (48,3), im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße sowie in Sachsen-Anhalt in Dessau-Roßlau und im Landkreis Mansfeld-Südharz (je 47,9).

Bürgerinnen hingegen sind im Schnitt am jüngsten in Heidelberg (41,2), Freiburg (41,3) und im hessischen Frankfurt/Main (41,6). Ganz anders ist die Situation in Suhl, wo die Einwohnerinnen im Mittel rund elf Jahre älter sind (52,4). Mit 51,6 Jahren folgen Altenburger Land, Dessau-Roßlau und der thüringische Landkreis Greiz.

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