Ärzte Zeitung online, 14.11.2017

Migranten-Versorgung

Investitionen in Dolmetscher rechnen sich

BERLIN. Die Versorgung von Menschen aus anderen Kulturkreisen verlangt von der Ärzte- und Psychotherapeutenschaft hohen persönlichen und organisatorischen Einsatz. Darauf haben Fachleute bei der von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ausgerichteten Veranstaltung "Vielfalt in der Praxis – Migration und Gesundheit" am Montag in Berlin verwiesen. Knapp zehn Millionen ausländische Menschen leben derzeit in Deutschland. Insgesamt 18,5 Millionen verfügen über einen Migrationshintergrund. Das ist mehr als jeder fünfte.

Im Mittelpunkt müsse die Verbesserung der Arzt-Patienten-Kommunikation stehen, sagte das Mitglied des Deutschen Ethikrates Professor Ilhan Ilkilic. Zum Beispiel könnten Investitionen in professionelle Dolmetscherbegleitung von Behandlungen Fehlallokationen ärztlicher Ressourcen mindern helfen. Zudem bedürfe es der Vermittlung interkultureller Kompetenz bereits an den Universitäten. (af)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Notfall-Probleme „an der Wurzel packen“

Gesundheitsminister Spahn stellt Details seiner Umbaupläne für die Notfallversorgung vor. Die zahlreichen Reaktionen zeigen, wie viele Interessen es bei dem Thema gibt. mehr »

„Wir müssen die Hamsterräder anhalten“

Es gibt in Deutschland ausreichend Ärzte, findet Professor Ferdinand Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Uni in Frankfurt. Welche Kernprobleme er sieht und wie die Versorgung verbessert werden kann, verrät er im Interview. mehr »

Thermometer aus der Blase gezogen

Mitunter verschwinden Gegenstände versehentlich in der Blase, manche stecken sich bewusst Besenstiele oder Fische ins Organ. Urologen konnten nun ein Thermometer über die Harnröhre eines Mannes entfernen – ganz ohne Op. mehr »