Ärzte Zeitung online, 09.06.2011

Weitere Spuren von Strontium um Fukushima entdeckt

TOKIO (dpa). Bei Bodenproben im japanischen Katastrophengebiet sind weitere Spuren von radioaktivem Strontium entdeckt worden.

Weitere Spuren von Strontium um Fukushima entdeckt

Der gefährliche Stoff sei an elf verschiedenen Standorten in der Provinz Fukushima gefunden worden, wo auch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Eins steht, gab das Wissenschaftsministerium am Donnerstag bekannt.

Nach Aussagen der Atomaufsichtsbehörde sei es aber unwahrscheinlich, dass das Strontium eine unmittelbare Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt, meldete die Agentur Kyodo.

Wissenschaftler sprechen bei Strontium auch von einem "Knochenkiller". Es schädige das Knochenmark und könne Leukämie auslösen.

Neues System zur Behandlung von radioaktivem Wasser gereinigt

Unterdessen begann der Atomruinen-Betreiber Tepco damit, ein neu installiertes System zur Behandlung von verseuchtem Wasser zu testen. Damit könne Wasser von radioaktiven Materialien gereinigt werden.

Die Reparaturtrupps des AKW setzen seit Monaten Millionen Liter Wasser ein, um die beschädigten Reaktoren zu kühlen.

Die Brühe ist inzwischen radioaktiv verseucht und behindert die Reparaturarbeiten an den Kühlsystemen.

Im zerstörten Atomkraftwerk schwappen nach Angaben von Tepco mehr als 100.000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes Wasser.

Zum Special "Katastrophe in Japan"

Topics
Schlagworte
Fukushima (439)
Panorama (27125)
Krankheiten
Leukämie (1148)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Stromstimulation hilft Gedächtnis auf die Sprünge

US-Forscher haben mit einer speziellen Wechselstromstimulation das Arbeitsgedächtnis von über 60-Jährigen auf das Niveau von 20-Jährigen gehoben – zumindest für kurze Zeit. mehr »

Aufklärung alleine verpufft

Nicht nur zu Ostern locken Schokolade und Co.: Laut DONALD-Studie liegt der Zuckerverzehr gerade bei Kindern und Jugendlichen noch immer über der WHO-Empfehlung. Forscher sehen hier die Politik in der Pflicht. mehr »

Länger geguckt, eher gekauft

Menschen treffen irrationale Kaufentscheidungen, so eine Studie: Allein eine lange Betrachtungsdauer lässt Personen eher zugreifen – selbst, wenn das Produkt schlecht ist. mehr »