Ärzte Zeitung, 28.02.2012

Highlights 1983

Humaninsulin wird zugelassen

Humaninsulin wird zugelassen

Berlin/Frankfurt, Januar 1983: Das Bundesgesundheitsamt erteilt der Hoechst AG die Zulassung für Humaninsulin. Als Ausgangprodukt für die Herstellung von Humaninsulin wurde Schweineinsulin verwendet.

Das neue Insulin sollte nach damaliger Empfehlung der Experten in erster Linie bei neuen Patienten und in den seltenen Fällen eingesetzt, in denen Rinder- und Schweineinsulin nicht vertragen werden. Eine generelle Umstellung wurde nicht empfohlen.

Die Innovation - in Deutschland ist Humaninsulin heute immer noch die Standardtherapie - war ein medizinischer und industriepolitischer Meilenstein.

1984 beantragte Hoechst den Bau einer biotechnologischen Anlage zur Produktion von Humaninsulin.

Die Genehmigung verzögerte sich wegen des Widerstandes der ab 1985 amtierenden rot-grünen Landesregierung und ihrem Umweltminister Joschka Fischer; erst nachdem 1990 das Verwaltungsgericht Frankfurt Klagen zurückwies, konnte die Anlage fertiggestellt werden. Heute befindet sich im Industriepark Höchst eine der weltweit größten Gentechnik-Anlagen.

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[28.02.2012, 14:06:15]
Dr. Horst Grünwoldt 
Grüne Blockierer
Was war das für ein ideologisches Gezerre um den medizinischen Fortschritt bei der Hoechst AG in Frankfurt am Main: Endlich, nach fünf Jahren, das Schweine-Insulin zu "humanisieren"!
Die "Grünen" um den früheren, ungelernten Turnschuh- und späteren Nadelstreifen-Außenminister Josef Fischer, ein großer Rhetoriker, waren ganz und gar rückwärts gerichtet.
Auch heute noch zeichnet diese Partei der Verhinderer aus, wider alle Vernunft Phantome und gespenstige Szenarien an die Wand zu malen.
Da kam ihnen in neuerer Zeit das tragische Fukishama wohl gerade recht in´s ideologische Konzept...
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock (1986-2008 Amtstierarzt in Frankfurt am Main) zum Beitrag »

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