Ärzte Zeitung, 21.03.2012

Highlights 1986

AMG-Novelle

AMG-Novelle

Bonn, 6. Juni 1986. Die Koalitionsfraktionen haben sich nach zweitägigen Verhandlungen auf eine Novellierung des Arzneimittelgesetzes (AMG) geeinigt.

Eine wesentliche Änderung betrifft die Ärzte: Sie erhalten künftig nur noch zwei Arzneimittelmuster pro Jahr.

Sie sollen nicht mehr zur therapeutischen Erprobung dienen. Arzneimuster wurden damals als ein wichtiges Marketinginstrument eingesetzt, um den Absatz insbesondere neuerer Medikamente zu fördern. Argumentiert wurde auch damit, die Muster seien für Kassen kostenlos..

Die Gesetzesnovelle brachte der Industrie auch Vorteile: Hersteller von Originalarzneimitteln erhielten für ihre Präparate einen zehnjährigen effektiven Patentschutz.

Damit sollte gewährleistet werden, dass die wirtschaftlich nutzbare Zeit eines Patents, die wegen langer Entwicklungs- und Zulassungszeiten geschrumpft war, ein Mindestmaß nicht unterschreitet.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »