Ärzte Zeitung, 04.04.2012

Highlights 1988

Kreditvertrag auf dem Bierdeckel

Kreditvertrag auf dem Bierdeckel

Ein ehrliches Gesicht, ein guter Name, von Beruf Arzt. Das waren in den 80-er Jahren die einzig nötigen Referenzen, um einen Kredit in Höhe von damals 500.000 DM zu erhalten. "Freitagabend kam ich in die Stammkneipe.

Dort saß auch der Bankdirektor", berichtet Dr. Günter Opel, Internist aus Weiden in der Oberpfalz. Mit ihm habe er über seine Pläne mit der Praxis gesprochen - und über seinen Geldbedarf.

"Auf dem Bierdeckel haben wir dann den Kreditvertrag skizziert", erinnert sich Opel. Auch eine Zusage habe der Bankdirektor gleich gegeben. Am nächsten Dienstag sei er dann in die Bank gekommen, mit den Berechnungen auf dem Bierdeckel.

Sicherheiten habe er keine gehabt, berichtet Opel. "Ich habe nur gesagt, ich bin Doktor." Der Kredit wurde anstandslos bewilligt, Basel II oder III, die jetzt Ärzten, die Kredite benötigen, kräftig zusetzen, waren noch ganz weit weg.

Die Bank hat ihr Geld dennoch zurück bekommen, mit Zins und Zinseszins. (ger)

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