Ärzte Zeitung, 18.05.2012

Highlights 1994

Skandal um HIV-Blut

Bonn, 9. November 1994. Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Skandal um HIV-kontaminierte Blutprodukte kommt zu einem vernichtenden Urteil: Versagen auf allen Ebenen - beim Bundesgesundheitsamt, dem aufsichtsführenden Gesundheitsministerium, den Pharma-Herstellern, Blutspendediensten und Kliniken.

Innerhalb der Behörden seien kritische Stimmen unterdrückt worden. Für die Entschädigung der Opfer - betroffen sind etwa 1800 Bluter - soll ein Fonds nach dem Vorbild der Contergan-Stiftung errichtet werden, zu dem Industrie, Bund, Länder und Ärzteschaft freiwillig Beiträge leisten sollen.

Bei Weigerung soll dies gesetzlich geregelt werden. Der Fonds soll mit 700 Millionen DM dotiert werden.

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