Ärzte Zeitung, 05.07.2012

Das Trauma 11. September

Das Trauma 11. September

Es sind Bilder, die sich niemand hat vorstellen können, aber die auch keiner vergisst, der sie je gesehen hat. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA haben die Welt verändert - aber leider nicht zum Guten.

Das Trauma 11. September

Viele der Helden des 11. September bezahlten ihren Einsatz später selbst mit dem Leben oder leiden bis heute an den Spätfolgen.

© dpa

New York, 11.September 2001. Wer immer den 11. September 2001 bewusst erlebt hat, wird sich wohl sein Leben lang daran erinnern, wann und wo er zum ersten Mal von den Terroranschlägen auf die beiden Türme des World Trade Center erfahren hat.

Bei der "Ärzte Zeitung" denken viele Redakteure zunächst an ein Flugzeugunglück, als sie im Nachrichtenticker lesen: "Flugzeug fliegt in World Trade Center". Doch schon bald überschlagen sich die unfassbaren Meldungen aus New York, Washington und Pennsylvania.

Islamische Terroristen hatten vier Passagiermaschinen entführt. Zwei hatten sie in die Türme des World Trade Center gelenkt, eines in das Washingtoner Pentagon, ein viertes, das vermutlich in ein weiteres Washingtoner Regierungsgebäude fliegen sollte, stürzte nach Kämpfen mit den Passagieren bei Shanksville in Pennsylvania ab.

3000 Tote und 6000 Verletzte

Das Trauma 11. September

Wo das WTC stand, sah man schon bald nur noch eine Rauchsäule.

© dpa

Insgesamt sterben bei den Anschlägen etwa 3000 Menschen. Über 6000 Menschen werden verletzt. Viele Helfer von damals -Feuerwehrleute und Rettungskräfte - sind an den Folgen ihres Einsatzes gestorben oder leiden noch heute daran.

Vor allem, weil sie schadstoffhaltigen Rauch einatmeten. Anfang 2011 unterschreibt US-Präsident Barack Obama ein Gesetz, nachdem Polizisten, Feuerwehrleuten und anderen Helfern 4,2 Milliarden Dollar an Entschädigungszahlungen für gesundheitliche Spätfolgen zustehen.

Die Terroranschläge haben nicht nur für die direkt Betroffenen furchtbare Folgen, sondern führen auch zu weltpolitischen Konsequenzen.

So begründeten die USA ihren Einmarsch nach Afghanistan damit, dass das Taliban-Regime den Anführer der Terrorgruppe Al-Quaida, Osama bin Laden, unterstütze. Ihn machten die Amerikaner als Drahtzieher der verheerenden Anschläge aus.

Im November 2001 beschloss auch der Deutsche Bundestag, sich am Einsatz in Afghanistan zu beteiligen. Das Mandat gilt derzeit noch bis Ende Januar 2013. Im September 2002 begründete US-Präsident George Bush auch den Einmarsch in den Irak mit dem Kampf gegen den Terrorismus.

Osama bin Laden wurde am 2. Mai 2011 von einem US-Spezialkommando in Pakistan getötet. (chb)

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