Ärzte Zeitung, 10.07.2012

Highlights 2002

Alarmierend hohe Suizidrate bei Ärztinnen

Alarmierend hohe Suizidrate bei Ärztinnen

Köln, im Januar 2002. Ärztinnen bringen sich deutlich häufiger um als ihre männlichen Kollegen. Das zeigt eine amerikanische Studie.

Die Suizidrate ist bei den Medizinerinnen viermal höher als bei ihren Kollegen. Und das, obwohl normalerweise zwar mehr Frauen einen Suizidversuch unternehmen, aber drei Viertel aller vollendeten Selbsttötungen von Männern begangen werden.

Die Kölner Suizidforscherin Professor Christa Lindner-Braun hat für die höhere Suizidrate bei Ärztinnen folgende Erklärung: Soziale Beziehungen dienen Frauen oft als emotionale Stütze im Beruf.

In Berufsgruppen mit geringem Frauenanteil - etwa bei Medizinern und Chemikern - fehlten jedoch häufig solche Netzwerke. Hinzu kommt, dass sich Mediziner ohnehin häufiger das Leben nehmen als Angehörige anderer Berufsgruppen.

Wenn Lindner-Braun mit ihrer Analyse recht hatte, müsste die Suizidrate bei den Ärztinnen in den kommenden Jahren wegen des stetig steigenden Frauenanteils in der Medizin deutlich sinken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »