Ärzte Zeitung, 11.07.2012

Highlights 2002

Kassen übernehmen Koloskopie-Kosten

Kassen übernehmen die Kosten für Vorsorgekoloskopie

Köln, im Februar 2002. KBV und Spitzenverbände der Kassen einigen sich auf Maßnahmen zur Darmkrebsvorsorge.

Ab Oktober 2002 werden alle Versicherten ab dem 50. Lebensjahr die Möglichkeit haben, einmal im Jahr ihren Stuhl auf okkultes Blut untersuchen zu lassen. Ab dem 56. Lebensjahr soll dann eine Vorsorgekoloskopie empfohlen werden.

Zehn Jahre nach ihrer Einführung ist die Teilnahmerate an den Vorsorgekoloskopien allerdings nicht besonders hoch.

Nach den Daten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) geht sie seit 2005 in den meisten Altersgruppen sogar zurück.

Von Oktober 2002 bis Ende 2010 haben lediglich ungefähr 18 Prozent der Berechtigten die Untersuchung in Anspruch genommen.

Lutz Altenhofen vom ZI vermutet, dass die Gruppe derjenigen, die prinzipiell zu der Untersuchung bereit seien, bereits zum großen Teil erreicht wurde.

Um die Darmkrebsvorsorge zu verbessern, gehen die BKKen sogar seit Anfang Juli 2012 zumindest für zunächst ein Jahr einen neuen Weg.

Sie wollen nicht nur über ein Einladeverfahren zur Vorsorge motivieren, sondern legen ihren Versicherten im Alter zwischen 50 und 55 Jahren einen immunologischen Stuhltest ans Herz. Der Test wird auch denjenigen empfohlen, die vor einer Koloskopie zurückschrecken.

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