Ärzte Zeitung, 25.07.2012

Highlights 2004

170 Millionen Euro für Berater

170 Millionen Euro für Berater

Berlin, im Februar 2004. Die Bundesregierung hat von 1999 bis 2003 für Berater, Gutachten und Expertenkommission fast 170 Millionen Euro ausgegeben.

Das geht im Februar 2004 aus der Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Union im Bundestag hervor. Dabei habe der Tagessatz der Berater bei etwa 1500 Euro gelegen, was "branchenüblich" sei.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMGS) hatte nach Angaben der Regierung seit Oktober 1998 zwölf Analysen und Studien mit einem Auftragsvolumen über 50.000 Euro vergeben, die sich auf 2,1 Millionen Euro summierten.

Sie umfassten so unterschiedliche Themen wie zum Beispiel "Wirkfaktoren im Sterbeprozess" (64.000 Euro) oder "Kokainkonsum in Deutschland" (227.000 Euro).

Zudem waren im Geschäftsbereich des Gesundheitsministeriums im Jahr 2003 zehn Beiräte tätig. Sie hatten Kosten von insgesamt 128.000 Euro verursacht.

Aus dem BMGS-Haushalt wurden auch die Aufwendungen für die Rürup-Kommission bestritten, die etwa 943.000 Euro betragen hatten. Die Kommission sollte Vorschläge zur Reform des Gesundheitswesens und der Pflegeversicherung erarbeiten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Einige Frauen sind besonders dufte

Für Männer-Nasen riechen einige Frauen besser als andere. Das hängt mit der Fortpflanzung zusammen, berichten Forscher aus der Schweiz. mehr »

Mysterium Blasenschmerz-Syndrom

Bis zu 60 Mal am Tag auf die Toilette: Die interstitielle Zystitis, auch Blasenschmerz-Syndrom genannt, ist wenig bekannt. Die deutschen Urologen haben nun erstmals Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie herausgebracht. mehr »