Ärzte Zeitung, 22.08.2012

Highlights 2006

Jan Ullrich und der Doping-Verdacht

Jan Ullrich und der Doping-Verdacht

30. JUNI 2006: Ein Erdbeben geht durch die weltweite Radsportszene: Der Radprofi Jan Ullrich wird einen Tag vor dem Start der Tour de France 2006 von der Radrundfahrt suspendiert. Kurz zuvor wurde er im Zuge der Ermittlungen gegen den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes in Verbindung mit Doping gebracht.

Der spanische Arzt soll jahrelang die internationale Radsportwelt mit leistungssteigernden Medikamenten versorgt und Methoden behandelt haben.

Ullrich stritt alles ab, sein Arbeitgeber T-Mobile kündigte ihm darauf hin fristlos.

Nach jahrelangen Verhandlungen und Rechtsstreitigkeiten spricht der Internationale Sportsgerichtshof CAS im Jahr 2012 Ullrich schuldig, gedopt zu haben.

Nach Ansicht des Gerichtshofs konnte nach langjähriger Ermittlungsarbeit eine Verstrickung Ullrichs in die Doping-Affäre um Fuentes nachgewiesen werden.

Erst nach dem Urteil gibt Ullrich Kontakte zu Fuentes zu. Da er von der CAS nicht lebenslänglich gesperrt wurde, gibt es Gerüchte, Ullrich arbeite ab 2013 für einen Radrennstall, der unter dem Namen "Team Alpecin" ab 2013 bei Rennen starten soll.

[22.08.2012, 10:27:28]
Dr. Horst Grünwoldt 
"Doping"-Affäre Fuentes
Unser Radsportstar Jan Ullrich, kraft Talentes und Traininghärte der einzige deutsche Tour-de-France-Sieger, wurde niemals des aktiven "dopings" überführt, sondern lediglich auf Verdacht aus dem Rennen verbannt. Seine glänzende Sport-Karriere wurde damit unrühmlich durch die sog. Dopingjäger und den Veranstalter beendet...
Wenn der sportmedizinisch naive Jan nur der Gedopte (und Betrogene) war, was geschah eigentlich nach dem Eklat mit dem Doper (und Betrüger) Dr. Fuentes?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Dicker Hals = dickes Risiko fürs Herz

Nicht nur ein dicker Bauch spricht Bände – der Halsumfang eignet sich ebenfalls, um das kardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. mehr »

Junge Ärzte müssen etwas zur Versorgung auf dem Land beitragen!

Politik und Verbände mühen sich ab, um junge Ärzte für die Versorgung auf dem Land zu begeistern. Blogger Dr. Jonas Hofmann-Eifler sieht die Verantwortung ein Stück weit auch bei sich und seinen Kollegen. mehr »

MDK lehnt Pflegeanträge seltener ab

Kommen die Pflegereformen bei den Versicherten an? Neuen Zahlen zufolge fallen weniger Antragssteller durchs Raster und erhalten somit Leistungen. mehr »