Ärzte Zeitung online, 10.09.2011

Erinnerungen: "Mir kamen die Tränen, als die Leute in den Tod sprangen"

Dr. Thomas G. Schätzler erinnert sich an den 11. September 2001: Nach einer überstandenen Therapie musste er es ruhiger in seiner Praxis angehen lassen. Als er die Anschläge sah, konnte er an diesem Tag nicht mehr weiterarbeiten.

Erinnerungen: "Mir kamen die Tränen, als die Leute in den Tod sprangen"

Ich kann mich noch genau erinnern: 2001 war meine Therapie eines Non-Hodgkin-Lymphoms Stadium IVb mit Hochdosischemotherapie und autologer Stammzelltransplantation zu Ende gegangen.

Meine hausärztliche Praxis lief wieder an, aber ich brauchte noch eine längere Mittagspause. Patienten hatten mir schon berichtet, es sei etwas ganz Schreckliches in den USA passiert. Ich schaltete also den Fernseher an und war bei diesen Bildern wie gelähmt.

Als ich sah, wie Menschen aus dem brennenden World Trade Center in den Tod sprangen, kamen mir die Tränen. Ich saß da und schaute mir immer wieder diese Bilder an. Ich konnte nicht mehr in die Nachmittagssprechstunde gehen.

Zum Special "9/11 - Zehn Jahre danach"

Topics
Schlagworte
9/11 (33)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »