Ärzte Zeitung, 25.06.2010
 

Sportärzte unterstützen strenge WM-Schiedsrichter

FRANKFURT (dpa). Die deutschen Sportärzte haben den strengen Schiedsrichtern der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika den Rücken gestärkt. Fouls müssten angesichts der hohen Zahl von Verletzungen unverzüglich geahndet werden, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) am Donnerstag. Ein Viertel aller Fußballspieler fehle pro Saison einen Monat wegen der schweren Verletzungen.

Die meisten Blessuren ereignen sich zwischen der 31. und der 45. sowie zwischen der 76. und 90. Minute, sagte der DGSP-Vizepräsident und FIFA-Arzt Ingo Tusk. Die Hälfte der Verletzungen werde durch Foulspiel verursacht.
Am häufigsten werde das untere Bein in Mitleidenschaft gezogen. An erster Stelle stehe dabei der Oberschenkel mit 23 Prozent aller Fälle, gefolgt vom Sprunggelenk (17 Prozent) und dem Knie (16 Prozent). Unterschenkel und Leisten sind in jeweils 14 und elf Prozent aller Fälle betroffen.

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