Ärzte Zeitung online, 22.03.2011

Japan: IPPNW kritisiert Sperrzonen-Konzept

Japan: IPPNW kritisiert Sperrzonen-Konzept

BERLIN (dpa). Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert das Sperrzonen-Konzept zur Evakuierung der Umgebung des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima.

Statt an Radien von 20, 30 oder 80 Kilometern solle man sich besser an der tatsächlichen radioaktiven Belastung der Menschen orientieren, sagte Angelika Wilmen von der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) am Dienstag in Berlin.

Die Organisation forderte zudem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf, die Bevölkerung in Japan "ungeschönt und objektiv" über die gesundheitlichen Auswirkungen der Fukushima-Katastrophe zu informieren.

"Die WHO sollte sich jetzt für eine Evakuierung der Frauen, Kinder und der schwangeren Frauen aus den betroffenen Regionen aussprechen, weil sie besonders strahlensensibel sind", erklärt IPPNW-Ärztin Angelika Claußen.

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