Ärzte Zeitung online, 23.03.2011

Erste radioaktive Partikel erreichen Mitteleuropa

Erste radioaktive Partikel erreichen Mitteleuropa

HALLE (dpa). Luftströmungen mit radioaktiven Partikeln aus Japan werden nach Angaben des Umweltbundesamtes am heutigen Mittwoch Mitteleuropa erreichen.

Man könne die sehr schwache Radioaktivität allerdings nur mit aufwendigen Methoden nachweisen, betonte der Leiter der Umweltbundesamt-Messstation Schauinsland, Erich Wirth, im Programm von MDR Info.

Wirth betonte allerdings, "dass die Aktivität sehr, sehr niedrig sein wird". Man erwarte Werte im Bereich von Hunderttausendstel Becquerel pro Kubikmeter Luft.

Die gewöhnliche Strahlenbelastung von 70 Nanosievert pro Stunde werde "davon praktisch nicht beeinflusst". Zuletzt hätten Wissenschaftler den Weg der Partikel über die USA und Island nach Mitteleuropa verfolgen können.

Auch langfristig gehe man davon aus, dass die Belastung sehr niedrig bleiben werde: "Das hängt damit zusammen, dass die Entfernungen sehr weit sind", sagte Wirth.

Es könne aber sein, dass die Aktivität über einen längeren Zeitraum hinweg gemessen werden könne.

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