Ärzte Zeitung online, 23.03.2011

Japan erstellt Liste von verstrahltem Gemüse

Japan erstellt Liste von verstrahltem Gemüse

TOKIO (dpa). Das japanische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch eine Liste mit elf Gemüsearten veröffentlicht, bei denen eine teilweise drastisch erhöhte Radioaktivität festgestellt wurde.

Darunter sind Spinat, Broccoli, Kohl und das japanische Blattgemüse Komatsuna, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Das Ministerium rief die Verbraucher auf, dieses in der Präfektur Fukushima erzeugte Gemüse nicht zu verzehren.

Die Verstrahlung stammt von dem an der Küste gelegenen Atomkraftwerk Fukushima Eins, das seit der Erdbebenkatastrophe vom 11. März außer Kontrolle ist.

Bei Proben fand das Gesundheitsministerium erhöhte Strahlung in Gemüse aus mehreren Gemeinden der Präfektur Fukushima. Beim Blattgemüse Kukitachina wurden in einer Probe aus Motomiya 82.000 Becquerel an radioaktivem Cäsium und 15.000 Becquerel an radioaktivem Jod festgestellt.

Dies gemessenen Werte übersteigen die zulässigen Grenzwerte um den Faktor 164 beziehungsweise 7.

Die Handelsorganisation JA Zen-Noh (Nationale Vereinigung von landwirtschaftlichen Kooperativen) teilte mit, dass seit Montag kein Gemüse aus der Präfektur Fukushima mehr ausgeliefert werde. In der Präfektur Ibaraki wurde auch radioaktiv belastete Milch gefunden.

Topics
Schlagworte
Japan (439)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »