Ärzte Zeitung online, 01.05.2011

Fukushima: Arbeiterin hoher Strahlendosis ausgesetzt

Fukushima: Arbeiterin hoher Strahlendosis ausgesetzt

TOKIO (dpa). An der Atomruine von Fukushima I ist eine weitere Arbeiterin einer hohen Strahlendosis ausgesetzt worden. Wie der Stromkonzern Tepco am Sonntag mitteilte, bekam die Frau eine Strahlendosis von 7,49 Millisievert ab.

Erlaubt seien hingegen 5 Millisievert innerhalb von drei Monaten. Bei welcher Tätigkeit in dem Kraftwerk die Frau der Strahlung ausgesetzt war, wurde nicht bekannt.

Die Arbeiterin ist die zweite Frau, die in der Atomruine eine Dosis über den Grenzwerten erhalten hat. Am Mittwoch hatte Tepco mitgeteilt, dass eine andere Arbeiterin Ende März eine Dosis von 17,55 Millisievert abbekam.

Das ist mehr als dreimal so hoch wie der erlaubte Grenzwert. Für Frauen liegt das Strahlenlimit wegen möglicher Schwangerschaften niedriger als für Männer.

Angehobene Grenzwerte für die AKW-Arbeiter

Für männliche Arbeiter in Atomkraftwerken liegt der Grenzwert in Japan bei 100 Millisievert in fünf Jahren und maximal 50 Millisievert in einem Jahr.

Wegen des Reaktorunglücks wurde der Wert für männliche Arbeiter in Fukushima auf 250 Millisievert pro Jahr angehoben.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 9,0 mit anschließendem Tsunami hatte das Atomkraftwerk Fukushima Eins am 11. März schwer beschädigt. Der Unfall hat große Mengen Radioaktivität freigesetzt.

Weite Landstriche sind seither unbewohnbar, Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Radioaktiv verseuchtes Kühlwasser floss in den Pazifik. Fische und Pflanzen sind teils mit hoher Radioaktivität belastet.

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