Ärzte Zeitung online, 04.05.2011

Tepco will radioaktives Wasser dekontaminieren

Tepco will radioaktives Wasser dekontaminieren

TOKIO (dpa). Der Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima will einen Apparat zur Dekontaminierung des radioaktiv verseuchten Meereswassers entwickeln.

Wie der japanische Fernsehsender NHK am Mittwoch berichtete, hofft Tepco, das Gerät bereits Ende Mai im Pazifik in der Nähe von Fukushima einsetzen zu können.

Durch den Container mit Zeolith soll Wasser gepumpt werden. Unerwünschte Isotope wie das radioaktive Cäsium-137 sollen so entzogen und im Zeolith gebunden werden.

Die Radioaktivität auf dem Meeresgrund vor dem Atomkraftwerk Fukushima Eins liegt 100- bis 1000-fach höher als im üblicherweise, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag unter Berufung auf Tepco.

Das Unternehmen hatte demnach am Freitag Proben aus einer Tiefe von 20 bis 30 Metern entnommen und später untersucht. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März waren große Mengen radioaktiv belasteten Wassers aus dem unmittelbar am Pazifik gelegenen Kraftwerk ins Meer gelaufen.

Topics
Schlagworte
Japan (438)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

Weg frei für GroKo-Gespräche und Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »