Ärzte Zeitung online, 06.05.2011

Ventil in weltgrößtem Atomkraftwerk in Japan defekt

TOKIO (dpa). Im weltgrößten Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa an der Westküste Japans hat es einen Defekt im Kühlsystem gegeben. Womöglich traten radioaktive Substanzen aus.

Ventil in weltgrößtem Atomkraftwerk in Japan defekt

Ein Ventil habe nicht funktioniert, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo den Betreiber Tepco am Freitag (6. Mai). Das Ventil sei wichtig, wenn im Notfall Wasser zum Reaktor gepumpt werden müsse.

Es sei "unwahrscheinlich", dass wegen des Defekts radioaktive Substanzen freigesetzt worden seien, hieß es.

Störfälle 2007

In der aus sieben Reaktoren bestehenden weltgrößten Atomanlage hatte es 2007 nach einem Beben folgenschwere Störfälle gegeben.

Damals war aus einem Leck des Kraftwerks, das sich in der Provinz Niigata befindet, radioaktiv belastetes Wasser ausgetreten und ins Meer geflossen. Zudem fing ein Transformator außerhalb der Reaktorhallen Feuer.

Insgesamt wurden 50 technische Defekte registriert - die Tepco zunächst nicht meldete. Ende Februar 2011 wurde ein Bericht veröffentlicht, demzufolge in dem Kraftwerk etliche Geräte schlecht gewartet worden waren.

Zum Special "Katastrophe in Japan"

Topics
Schlagworte
Japan (439)
Panorama (33373)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Schutz durch ASS wird durch Risiko ausgeglichen

Nach den Ergebnissen einer Metaanalyse von 13 Studien hat ASS in der Kardio-Prävention zwar einen Nutzen – doch wird er durch das Blutungsrisiko praktisch egalisiert. mehr »

Reform von §219a sorgt weiterhin für Zwist

Im Bundestag soll heute in erster Lesung über die Reform des Paragrafen 219a zum Werbeverbot für Abtreibungen abgestimmt werden. Die FDP krätscht allerdings zwischen den mühsam gefundenen Kompromiss der Koalition. mehr »

Schützt Bildung vor Demenz?

Wer sein Gehirn zeitlebens fit hält und seine kognitiven Fähigkeiten trainiert, hat ein geringeres Demenzrisiko, so die verbreitete Annahme. US-Forscher wecken an der These der kognitiven Reserve nun Zweifel. mehr »