Ärzte Zeitung online, 10.05.2011

Japan: Tepco kündigt weitere Gehaltskürzung bei Mitarbeitern an

TOKIO (dpa). Der Betreiber der Atomruine in Fukushima kürzt nach eigenen Angaben seinen Managern angesichts der andauernden Krise die Gehälter noch stärker.

Der Chef des Atomkonzerns Tepco, Masataka Shimizu, kündigte an, die Bezüge noch stärker als bisher zu kürzen und weitere Anlagevermögen des Konzerns abzustoßen. Sein Unternehmen verfolge energische Umstrukturierungen, hieß es.

Zugleich bat Shimizu die Regierung angesichts mangelnder Kapitaldeckung offiziell darum, Tepco bei der finanziellen Entschädigung der Opfer zu unterstützen.

Tepco hatte anfänglich geplant, seinen Vorstandsmitgliedern 50 Prozent der Bezüge zu kappen, 25 Prozent bei Mitarbeitern in Managerposten und 20 Prozent bei anderen Beschäftigten.

Die japanische Regierung fordert jedoch laut Medien weitergehende Umstrukturierungen des Konzerns. So solle möglicher Kritik zuvorgekommen werden, sollte Tepco die Stromgebühren erhöhen wollen, um die zu erwartenden horrenden Entschädigungssummen zu bezahlen.

Zum Special "Katastrophe in Japan"

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