Ärzte Zeitung online, 02.11.2011

Anzeichen neuer Kernspaltung in Fukushima

Anzeichen neuer Kernspaltung in Fukushima

TOKIO (dpa). Neue Hiobsbotschaft aus Fukushima: In Reaktor 2 des japanischen AKW gebe es Anzeichen von erneuter Kernspaltung, gab der Betreiber der Atomruine, Tepco, am Mittwoch bekannt.

Man habe damit begonnen, Borsäure einzuleiten, um eine mögliche Kettenreaktion unter Kontrolle zu haben, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Weder die Temperatur, noch der Druck oder die radioaktive Konzentration im Reaktor hätten sich verändert.

Keine Beeinträchtigung der Stabilität?

Tepco versuchte den Vorfall offenbar herunterzuspielen: Es handele sich um keine besonders kritische Situation, zitierte Kyodo einen Konzernvertreter.

Eine mögliche Kernspaltung werde auch nicht die Planung zur Stabilisierung des Reaktors beeinträchtigen.

Das AKW war in Folge des Erdbebens und Tsunami vom 11. März schwer beschädigt worden. In den Reaktoren 1, 2 und 3 kam es dadurch zu Kernschmelzen.

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[02.11.2011, 12:39:02]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Die Zukunft der Atomkraftwerke ist "offen"?
Wie praktisch, dass man die havarierten Atommeiler in Japan nur mit Plastikplanen abgedeckt hat. So kann im Gegensatz zum zu betonierten Sarkophag (der 2. ist im Bau) von Tschernobyl jederzeit Borsäure eingeleitet werden, und die Kernspaltungsprodukte dürfen entweichen. Damit könnten unkontrollierte, gefährliche Explosionen verhindert und Kettenreaktionen stabilisiert werden. MfG zum Beitrag »

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