Ärzte Zeitung, 17.09.2010

TIPP DES TAGES

Festplatte: Einmal löschen reicht nicht!

Wer seine Festplatte ausrangieren will, weil sie zu klein geworden ist - oder auch nach einem sogenannten Headcrash nicht mehr auf die Daten zugreifen kann -, der sollte daran denken, dass auf der Platte immer noch Patientendaten liegen, für die der Arzt die Verantwortung hat.

Einmal die Platte zu formatieren oder die Daten darauf zu löschen reicht jedenfalls nicht. Moderne Software ermöglicht es heute, gelöschte Daten zu rekonstruieren. Das BSI empfiehlt in der Regel mehrere Löschvorgänge. Maximalforderungen wie 35 Überschreibungen sind in der Praxis natürlich nicht realisierbar.

Soll die Festplatte nicht weiter benutzt werden, ist eine andere Maßnahme wirkungsvoll: möglichst hohen Schaden an ihr anrichten!

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[17.09.2010, 11:52:07]
Frank Sabisch 
Falsche Darstellung
Ich bezweifle, dass das BSI tatsächlich so einen Unfug fordert. Mit dem Löschen wird nämlich nur der Bezug in der Dateizuordnungstabelle entfernt. Die Daten bleiben unangetastet und lassen sich mit speziellen Programmen oft rekonstruieren.
Abhilfe schafft ein ÜBERSCHREIBEN der Daten. Dazu gibt es spezielle Programme (auch Freeware). Ein mehrfaches Überschreiben, wie es verschiedene Programme anbieten, ist dagegen nutzlos. Ein Butterbrot isst man ja auch nicht mehrmals, damit der Teller tatsächlich leer ist.

Siehe auch
http://www.heise.de/security/meldung/Sicheres-Loeschen-Einmal-ueberschreiben-genuegt-198816.html
Software: http://www.heise.de/software/download/o0g0s3l11k307?f=15s zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Diese Aspekte schinden den Körper von Astronauten

Die Forschung auf der ISS liefert wichtige Erkenntnisse, ist aber Schwerstarbeit für den Organismus. Was passiert dabei mit dem Körper genau – und wozu das Ganze? mehr »

GBA warnt Spahn vor GKV-Systembruch

Der Versuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bewertungsverfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss zu umgehen, stößt auf massive Gegenwehr – nicht nur im GBA. mehr »

§219a – Eine Reform und ihr Preis

Nach dem Beschluss im Bundestag, dürfen Ärzte künftig darüber informieren, dass sie Abtreibungen anbieten. Doch glücklich ist mit dem Kompromiss niemand. Auch nicht mit der Studie zu den Folgen einer Abtreibung. mehr »