Ärzte Zeitung, 15.06.2011

TIPP DES TAGES

Symptom-Tagebuch wichtig bei Reizdarm

Bei Verdacht auf ein Reizdarmsyndrom sollten - zusätzlich zur Anamnese - Beschwerden und Angaben zum Stuhlgang (Frequenz, Konsistenz) vom Patienten über zwei bis vier Wochen protokolliert werden. Diese Informationen seien verlässlicher als reine anamnestische Angaben der Patienten, so Professor Peter Layer aus Hamburg beim Gastro-Update.

Eine prospektive Studie habe ergeben, dass die anamnestisch berichteten und die dann im Tagebuch protokollierten Stuhl-Subtypen (vorwiegend Obstipation, vorwiegend Diarrhoe, alternierend) nur bei 54 Prozent der Patienten übereinstimmten, berichtete Layer.

Die Kolontransitzeit korrelierte mit der protokollierten, nicht aber mit der anamnestisch angegebenen Stuhlkonsistenz.

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