Ärzte Zeitung online, 24.06.2009

Badeunfälle in Dänemark treffen oft Deutsche

KOPENHAGEN(dpa). Wenn von der dänischen Nordsee tödliche Badeunfälle gemeldet werden, sind die Opfer sehr oft Deutsche. Zwischen 2001 und 2006 kamen beim Baden an Dänemarks Nordseeküste 19 Menschen ums Leben, von denen 14 aus Deutschland kamen, teilte der gemeinnützige Versicherungsfonds TrygFonden am Mittwoch in Kopenhagen mit.

Zwar tummelten sich in der Sommersaison auch besonders viele Deutsche an den dänischen Küsten, die Zahlen deuteten aber dennoch darauf hin, "dass deutsche Touristen nicht genug über die schwierigen Strömungs- und Bodenverhältnisse wissen".

   Nach der Statistik des Fonds waren - andere Gewässer neben der Nordsee eingeschlossen - Männer zwischen 45 und 75 Jahren mit 10 von 16 deutschen Badetoten deutlich in der Überzahl. Darüber hinaus starben drei über 65 Jahre alte Frauen sowie drei Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

   Als "besonders markant" hob der Fonds in dem Bericht die Tatsache heraus, dass an der Nordsee nur sehr wenige Badeunfälle mit dänischer Beteiligung registriert worden seien. Dagegen seien in anderen und als weniger gefährlich geltenden Gewässern auffällig viele einheimische Männer in der Unfallstatistik vertreten. Bei jedem vierten tödlichen Badeunfall sei Alkohol im Spiel gewesen.

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