Ärzte Zeitung online, 20.08.2009

In Südsee vermisstes Paar aus München ist tot

WELLINGTON/HAMBURG (dpa). Ein nach einem Fährunglück in der Südsee vermisstes deutsches Paar ist tot. Die Polizei der Südsee-Insel Tonga gab am Donnerstag bekannt, dass die beiden Münchner an Bord des verunglückten Schiffes waren.

Der 28 Jahre alte Mann und seine 27-jährige Freundin galten als vermisst, nachdem die "Princess Ashika" am 5. August rund 86 Kilometer nordöstlich von Tongas Hauptstadt Nukualofa gesunken war. An Bord des Schiffes waren nach neuen Angaben 128 Menschen, 54 überlebten das Unglück.

Das Paar aus München war Medienberichten zufolge seit Oktober vergangenen Jahres in Asien unterwegs. Bis Anfang 2010 wollten sich die beiden eine Auszeit vom Job gönnen und durch die Welt gondeln. In einem Internet-Tagebuch habe es Freunden über seine Abenteuer in Hongkong, Australien und Neuseeland berichtet. Am Unglückstag bestiegen sie demnach die "Princess Ashika", die sie von der Südsee-Insel Tongatapu zur Inselgruppe Nomuka bringen sollte. Ihre Identität war bisher nicht offiziell bestätigt worden, da es drei unterschiedliche Passagierlisten gegeben hatte.

Auf der Fahrt war das Schiff vermutlich von einer hohen Welle getroffen worden. Dabei waren nach ersten Erkenntnissen Fahrzeuge auf der Fähre verrutscht und hatten sie zum Kentern gebracht. Viele Passagiere hatten zu dieser Zeit geschlafen.

Von den insgesamt 74 Toten konnten nur zwei Leichen geborgen werden. Die Überlebenden sind männliche Tonganer im Alter von 10 bis 70 Jahren. Die Identität der Ausländer an Bord der Fähre ist noch nicht abschließend geklärt. Neben den Namen der beiden vermissten Deutschen wurde auch der Name einer vermissten Französin bekannt gegeben.

Topics
Schlagworte
Reise (2263)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »