Ärzte Zeitung online, 23.09.2009

Lufthansa will Flüssigkeitsverbot lockern

FRANKFURT/MAIN (dpa). Die Deutsche Lufthansa will die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck schrittweise wieder zulassen. Aktuelle Diskussionen über die Sicherheitsstandards in Brüssel könnten dies bereits im kommenden Jahr ermöglichen, sagte Lufthansa-Sicherheitschef Peter Andres am Dienstag in Frankfurt.

Als erster Schritt sei etwa denkbar, normales Trinkwasser wieder zuzulassen. Nach Angaben des zuständigen Referatsleiters im Bundesinnenministerium, Achim Friedl, könnte auch die Mitnahme von zollfrei eingekauften Getränken wieder erlaubt werden.

Nach den vereitelten Terroranschlägen im Jahr 2006 in London war die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck massiv eingeschränkt worden. So dürfen in der Regel maximal 100 Milliliter pro Gefäß mitgeführt werden. Die Gesamtmenge darf einen Liter nicht überschreiten und alle Behälter müssen in einem durchsichtigen Beutel verstaut sein. Die Regeln sollen die Mitnahme flüssiger Sprengstoffe verhindern.

Der Fraport-Sicherheitsbeauftragte Volker Zintel sagte, in den vergangenen Jahren seien die Sicherheitsanforderungen immer nur weiter aufgestockt werden. Dies sei beim künftig wieder erwarteten Passagierwachstum nicht haltbar. "Es muss für jeden Fluggast wieder kürzer und bequemer werden."

www.ncas-research.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »