Ärzte Zeitung online, 22.12.2009

Nach Schnee-Chaos weitere Behinderung des Luftverkehrs

FRANKFURT/MAIN (dpa). Nach dem Schnee-Chaos am größten deutschen Flughafen in Frankfurt werden weitere Behinderungen des Luftverkehrs erwartet. Die Probleme würden sich über den ganzen Tag hinziehen, auch wenn die Start- und Landebahnen wieder freigegeben seien, sagte Flughafen-Sprecher Jürgen Harrer am Dienstag.

Betroffen seien Ziele in der ganzen Welt. Auch die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa rechnet mit weiteren Verzögerungen. "Auch heute ist noch mit Verspätungen und Flugausfällen zu rechnen", sagte Sprecher Patrick Meschenmoser. Allein die Lufthansa hatte am Montag rund 250 Flüge gestrichen.

In der Nacht zu Dienstag waren rund 8000 Passagiere blockiert. Mehr als 3000 Passagiere verbrachten am Flughafen, nachdem die Start- und Landebahnen des größten deutschen Airports wegen Schnee und Eis gesperrt wurden, wie der Flughafen berichtete. Helfer stellten nach jüngsten Angaben eines Sprechers rund 1000 Feldbetten auf. Etliche Passagiere mussten in Flugzeugen ausharren, die auf den Start warteten. Rund weitere 5000 Flugreisende wurden in umliegenden Hotels untergebracht. Am Morgen wurden alle Start- und Landebahnen wieder freigegeben.

Auch in Großbritannien gibt es weiter Flugausfälle

Schnee und Eis haben auch am Dienstag für Flugausfälle in Großbritannien gesorgt. Am Flughafen Luton nördlich der Hauptstadt strich der Billigflieger Easyjet bis zum Mittag alle Verbindungen. Auch andere Fluggesellschaften sagten Flüge ab.

Am Londoner City Airport gab es nur noch wenige Ausfällen, allerdings gab es zahlreiche Verspätungen. Auch auf Flughäfen anderer Städte fielen Flüge aus. Zudem machten Autofahrer verschneite und glatte Straßen zu schaffen. Tausende blieben in der Nacht zum Dienstag liegen. Viele mussten die Nacht in Notunterkünften verbringen. Betroffen waren vor allem Südengland sowie auch Teile von Wales.

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